Das VII. Armeekorps in Münster

Das VII. preußische Armeekorps wurde nach 1815 in Westfalen, das schon einmal vor der Franzosenzeit teilweise zu Preußen gehört hatte, in Münster stationiert. Nach der damaligen Wehrverfassung war der Sitz eines Oberkommandos in aller Regel nicht nur der Sitz einer militärischen Kommandobehörde, sondern waren an ihn auch noch weitere Dienststellen gebunden. So wurde auch ein Armeekorpsbezirk von dem Standort aus verwaltet, an dem der kommandierende General seinen Sitz hatte. Von hier wurde auch die Landwehr organisiert. Insbesondere vor der Zeit vor 1859/60, in der die Roon'sche Heeresreform griff, bestand immerhin fast die Hälfte des VII. Armeekorps aus Truppen der Landwehr.

Zudem war in Münster auch der westfälische Oberpräsident, also eine Art Gouverneur beheimatet. In ihm fand man eine Art "Regierungschef" des jeweiligen Territoriums. Unter diesem waren die Regierungspräsidien, deren Reste es heute noch gibt, verwaltungstechnisch angesiedelt.

Zum VII preußischen Armeekorps gehörten insbesondere 2 Divisionen, (13. und 14.) denen die kämpfende Truppe zugeordnet waren, sowie ein Jägerbataillon, ein Train- bataillon, ein Fußartillerie- regiment, zwei Pionier- bataillone sowie die zum Armeekorps gehörenden Ämter, Lazarette und Depots. Dabei bestand eine Division normalerweise aus zwei Infanteriebrigaden, einer Kavalleriebrigade und einer Artilleriebrigade. Aufgrund der beabsichtigten Heeresvermehrung Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die 13. Division aber 3 Infanteriebriganden. Die 79 Infanteriebrigade wäre bei Aufstellung weiterer Armeekorps wieder abgegeben worden.

Zum 7. Armeekorps gehörten:

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